Klimaneutralität 2030 für Lemgo

!!!News!!!

Der Antrag wurde angenommen, mehr Infos gibt's weiter unten :)


Die Einhaltung des 1,5 Grad Ziels ist lebensnotwendig.

Das stellte schon der IPCC-Sonderbericht 2018 fest (mit ganzem Namen heißt der übrigens "1,5 °C globale Erwärmung – Der IPCC-Sonderbericht über die Folgen einer globalen Erwärmung um 1,5 °C gegenüber vorindustriellem Niveau und die damit verbundenen globalen Treibhausgasemissionspfade im Zusammenhang mit einer Stärkung der weltweiten Reaktion auf die Bedrohung durch den Klimawandel, nachhaltiger Entwicklung und Bemühungen zur Beseitigung von Armut.").


Unsere Bundesregierung ignoriert dies aber immer noch, denn um dieses Ziel einzuhalten ist eine Klimaneutralität 2035 für Deutschland notwendig. Der Klimaschutzplan der Bundesregierung setzt sich jedoch nur eine Klimaneutralität bis 2050. Das entspricht jedoch einer Erderwärmung von 3 bis 4 Grad, welche wie ein Todesurteil für viele Menschen, gerade in den MAPA (Most Affected People and Areas (Am stärksten vom Klimawandel betroffene Menschen und Regionen)), ist.

Das aktuelle Klimaschutzkonzept Lemgos (2019) orientiert sich an eben diesem Plan der Bundesregierung und hat somit die falsche Ausrichtung. Deshalb haben wir als Fridays for Future Lemgo einen Bürger*innenantrag zur Überarbeitung des Lemgoer Klimaschutzkonzeptes hinsichtlich einer Klimaneutralität 2030 gestellt.

Wir fordern:

Die 1,5°-Grenze muss eingehalten werden. Auch in Lemgo!


Unser Antrag wurde angenommen!


We did it! Am 22.06 wurde unser Antrag mit nur einer Enthaltung (FDP) und einer Gegenstimme der AfD (die nebenbei auch noch den menschengemachten Klimawandel geleugnet hat) angenommen.

Damit wir eine Mehrheit bekommen haben wir den Antragstext leicht überarbeitet. Dabei haben uns unser Energierexperte Dr. Dieter Attig und Michael Brieden-Segler (Welcher das Klimaschutzkonzept erstellt hat) beraten. Der Antragstext lautete also nun:

"Die Stadt Lemgo überarbeitet ihr Klimaschutzkonzept, so dass es mit dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens übereinstimmt. Entsprechende konkrete Maßnahmen sind dafür zu entwickeln und den politischen Gremien zur Entscheidung vorzulegen.

Der Antrag der "Fridays for Future Lemgo" auf eine frühere Klimaneutralität wird hierbei mit untersucht.

Alle Maßnahmen, die zur Klimaneutralität führen, sollen sozial gerecht umgesetzt werden."

Zwar wird die Zahl 2030 bzw. 2035 nicht expliziert erwähnt, ist jedoch durch die 1,5-Grad-Grenze enthalten.

Jetzt ist unsere Zukunft aber leider immernoch nicht gerettet, jedoch sind wir einwenig näher an einem Lemgo 1,5°-kompartiblen, klimaneutralen Lemgo. Jetzt müssen wir in Lemgo dafür sorgen, dass alle von diesem neuen Klimaschutzkonzept mitgedacht werden, das es so ambitioniert wie beschlossen wird und das seine Maßnahmen sozial gerecht gestalltet werden.

Zudem gibt es auf nationaler Ebene immernoch keinen Plan wie Deutschland das Pariser Klimaabkommen einhalten wird. Auch nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, welches klar stellte, dass Klimaschutz unser Grundrecht ist, werden immer weiter (unzureichende) Ziele erstellt. Und Pläne, wie diese Ziele eingehalten werden können gibt es auch nicht.

Deshalb komm zum nächsten Klimastreik, in unser Orga-Team und werde laut für deine Zukunft!

Wir sehen uns beim Klimastreik!

 



Hier findet Ihr verschiedene Informationen und Begründungen zu unserem Antrag:


Faktenblatt zum Antrag


Der Antrag


Interview mit Bad Salzufler Bürgermeister Dirk Tolkemitt zur Klimaneutralität 2030 in Bad Salzuflen


Nochmal alle Downlaods :)










FridaysForFuture Lemgo
Gemeinsam für Klimagerechtigkeit